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4.5.2026

 

Werke der Sammlung, vorgestellt im Magazin Stiftung&Sponsoring, Ausgabe 2.26: Helmut Zobl: „Entwürfe für Euro-Münzen“  (1996/97)

Sehr geehrte Damen und Herren,

sowohl in inhaltlicher als auch drucktechnischer Hinsicht befindet sich mit dem großformatigen Lokta-Bütten-Abdruck von Euromünzen-Gipsmodellen des österreichischen Künstlers Helmut Zobl eine bemerkenswerte Arbeit in der auf Kunst zum Thema Geld spezialisierten Sammlung des Berliner Anwalts Stefan Haupt.
Die der Abformung zugrunde liegenden Modelle stammen aus dem Wettbewerb Europäische Münzen unter dem Motto „Ziele und Ideale der Europäischen Union“. Dieser war 1996 von der Europäischen Kommission für die Gestaltung der gemeinsame Seite der Euro-Münzen ausgelobt worden.

Dem zentralen Thema der Wettbewerbseinreichung „Die Menschen der Europäischen Union schaffen, bilden und erfüllen die Verträge und sind die Basis der Ziele und Ideale der Union“ gemäß setzte der Künstler Wertvorstellungen des menschlichen Zusammenhalts und Vertrauens in Figuretten und Symbolen ins Bild, die den jeweils im Zentrum der Entwürfe dargestellten Nominalwerten 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Euro-Cent sowie 1 und 2 Euro (in jeweils zwei Varianten) beigeordnet sind.

Aufgrund der Wettbewerbsunterlagen fehlen auf den Entwürfen die EU-Sterne, welchen den nationalen Seiten der Münzen vorbehalten sind. Sowohl bei der Ersteinreichung (10 Abschläge 1:1 in Kupfer als Vor- und Zwischenentwürfe zu den 10 Gipsmodellen) als auch in der zweiten Runde mit überarbeiteten Modellen in Gips erfolgte seitens der international besetzten Jury, die im Mai 1997 die Auswahl unter den 36 eingereichten Entwürfen traf, keine Preiszuerkennung für Helmut Zobl. Diese ging an den belgischen Designer Luc Luycx.
Die Abformungen der Gipsmodelle in rötlichem Loktapapier entfalten in ihrer Zusammenschau eine majestätische und zugleich geheimnisvolle Wirkung – aus der beherrschten Reliefhaftigkeit der Münzent-

würfe, eingebettet in die Zerklüftungen des diese haptisch reproduzierenden Materials. Die Dimension des Bogens, auf dem die in Gips zwischen 16 und 25 cm Durchmesser (dem Verhältnis von 1:10 zu den eigentlichen Münzen) großen Entwürfe erscheinen, trägt zu diesem imposanten Eindruck ein Übriges bei.

Die Arbeit war im Rahmen einer Leihgabe der Sammlung Haupt 2024/25 in der Ausstellung „Money Talks“ im Ashmolean Museum, Oxfrod, zu sehen.


Weiterlesen im Newsbeitrag der Sammlungswebsite
und in diesem PDF.


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hermann Büchner, Kurator der Sammlung Haupt
E-Mail

 

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 weiterführende Informationen:

· PDF
· News-Rubrik der Sammlungswebsite
· Newsbeitrag zur Arbeit hier

· Website Stiftung&Sponsoring
· Internetpräsenz des Künstlers

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Abbildung: Wettbewerb Münzen für Europa 1996/1997, Entwürfe für Euro-Münzen, Abdruck von Gipsmodellen in Lokta-Bütten, 70 × 100 cm · Reproduktion: Helmut Zobl/Hermann Büchner / Cover Stiftung&Sponsoring 02.26 © ESV

 

Herausgeber der Information:
Prof. Dr. Stefan Haupt, Reinbeckstraße 21, 12459 Berlin
Tel.: +49 (0)30 28387521 · Fax: +49 (0)30 2823816
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