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sowohl in inhaltlicher als auch drucktechnischer Hinsicht befindet sich mit
dem großformatigen Lokta-Bütten-Abdruck von Euromünzen-Gipsmodellen des
österreichischen Künstlers Helmut Zobl eine bemerkenswerte Arbeit in der auf
Kunst zum Thema Geld spezialisierten Sammlung des Berliner Anwalts Stefan
Haupt.
Die der Abformung zugrunde liegenden Modelle stammen aus dem Wettbewerb
Europäische Münzen unter dem Motto „Ziele und Ideale der Europäischen
Union“. Dieser war 1996 von der Europäischen Kommission für die Gestaltung
der gemeinsame Seite der Euro-Münzen ausgelobt worden.
Dem zentralen Thema der Wettbewerbseinreichung „Die Menschen der
Europäischen Union schaffen, bilden und erfüllen die Verträge und sind die
Basis der Ziele und Ideale der Union“ gemäß setzte der Künstler
Wertvorstellungen des menschlichen Zusammenhalts und Vertrauens in
Figuretten und Symbolen ins Bild, die den jeweils im Zentrum der Entwürfe
dargestellten Nominalwerten 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Euro-Cent sowie 1 und 2
Euro (in jeweils zwei Varianten) beigeordnet sind.
Aufgrund der Wettbewerbsunterlagen fehlen auf den Entwürfen die EU-Sterne,
welchen den nationalen Seiten der Münzen vorbehalten sind. Sowohl bei der
Ersteinreichung (10 Abschläge 1:1 in Kupfer als Vor- und Zwischenentwürfe zu
den 10 Gipsmodellen) als auch in der zweiten Runde mit überarbeiteten
Modellen in Gips erfolgte seitens der international besetzten Jury, die im
Mai 1997 die Auswahl unter den 36 eingereichten Entwürfen traf, keine
Preiszuerkennung für Helmut Zobl. Diese ging an den belgischen Designer Luc
Luycx.
Die Abformungen der Gipsmodelle in rötlichem Loktapapier entfalten in ihrer
Zusammenschau eine majestätische und zugleich geheimnisvolle Wirkung – aus
der beherrschten Reliefhaftigkeit der Münzent- |
würfe, eingebettet in die Zerklüftungen des diese haptisch reproduzierenden
Materials. Die Dimension des Bogens, auf dem die in Gips zwischen 16 und 25
cm Durchmesser (dem Verhältnis von 1:10 zu den eigentlichen Münzen) großen
Entwürfe erscheinen, trägt zu diesem imposanten Eindruck ein Übriges bei.
Die Arbeit war im Rahmen einer Leihgabe der Sammlung Haupt 2024/25 in der
Ausstellung
„Money Talks“ im Ashmolean Museum, Oxfrod, zu sehen.
Weiterlesen im
Newsbeitrag
der Sammlungswebsite
und in diesem
PDF.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hermann Büchner, Kurator der Sammlung Haupt
E-Mail
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